Grünland

April 10, 2011Posted by Stike

 
Die Kulturlandschaft Grünfläche

Grünflächen sind in den meisten Flächen Kulturlandschaften. Das bedeutet, dass es sich dabei nicht um natürlich entstandene Landschaften handelt, sondern um eine Landschaftsform, die er Mensch erschaffen hat und die ohne seine Pflege nicht weiter bestehen könnte.
Obwohl die Landwirte die Grünflächen nicht umbrechen und auf diesen Flächen auch nicht aussähen, der Bewuchs also natürlich ist, handelt es sich trotzdem in den meisten Fällen nicht um eine natürliche Landschaftsform. Die Flächen, die als Grünflächen dienen, mussten in der Regel zuerst gerodet werden. Wenn die Beweidung und das Mähen über längere Zeit ausbleiben, wachsen auf den Grünflächen immer mehr Büsche und schließlich Bäume, bis die Grünfläche schließlich vollständig verwaldet. Grünflächen benötigen also, um in dieser Form fort zu bestehen, den regelmäßigen Eingriff des Menschen, und sind somit Kulturlandschaften.

Lediglich wenn man den Begriff der Grünfläche etwas weiter fasst und sogenannte Magerwiesen miteinbezieht, fallen diesem Begriff auch Halbkulturformen zu. Zu den Magerwiesen zählen Gebiete, in denen durch die natürlichen Bedingungen nur wenige resistente Grasformen wachsen. Dies wird entweder durch zu hohe oder zu geringe Feuchtigkeit hervorgerufen, oder durch entsprechende Bodenverhältnisse wie zum Beispiel Heideböden. In diesen Fällen bedarf es nur eines minimalen Eingriffs durch den Menschen, da der natürliche Bewuchs bereits dem Bewuchs der Grünfläche sehr nahe kommt.
Vollständig natürlich entstandene Grünflächen sind nur sehr selten, ein Beispiel hierfür sind alpine Rasenflächen, deren natürlicher Bewuchs auch ohne Zutun des Menschen aus Grasflächen besteht.